Farne

Farne sind ein ganz ähnliches Phänomen wie Moose. So sieht es aus. Zunächst.

Während die Allgegenwärtigkeit von Moos oder auch Flechten jedoch eine Präsenz en passant ist, beim Picknick auf dem Baumstumpf berühre ich es so ganz nebenbei, beim Hochheben des Bergmolches lege ich einen Moosteppich auf meine Hand, haben die Farne mehr Geschwindigkeit.

Beim Laufen durch die Wälder etwa der Saar tauchen immer wieder einmal Farnfelder aus. Sie wachsen gerade so neben- und hintereinander, dass ich mitten hindurch rasen kann. Aufpassen, die Blattspitzen pieksen ins Auge. Oh oh, Brombeeren stellen böse Fallen. Sie schlingen sich um den Stengel des Farnes.

Die Felder dampfen, wenn es geregnet hat im Sommer und die Sonne wieder scheint.

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Veröffentlicht von

Christoph Braun

Christoph Braun, geboren 1970 in Friedrcihsthal/ Saar, lebt in Berlin. Er verantwortet das Musikprogramm des Festivals Theaterformen in Niedersachsen. Nach "Hacken – Leben auf dem Land in der digitalen Gegenwart" (2012, Klett-Cotta) folgt 2016 die Arbeit am Roman "Rafi, Franzi und Michi reisen durch die rosa Halde" – zweiter Teil einer Trilogie über die Zeitalter der Industrie und der Kommunikation. Einen Dramaturgie-Container zum Text bietet Brauns Blog textezurpopmusik.wordpress.com.

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