Shackleton bringt Power Plant ins Kraftwerk Berlin

Shackleton im Kraftwerk, fotografiert von Camille Blake

Von seinen Reisen zur „anderen Seite der Welt“, wie Sam Shackleton einmal den Nahen Osten und die Türkei bezeichnet hatte, brachte der Produzent ein paar Ideen mit. Samples von Riqs, Tablas und Rahmentrommeln arrangierte er in eine Matrix aus zirkulierenden Takten. Ertönte der Subbass, war aber klar: Dubstep-Sozialisation, DMZ-Partys, ein Junge des Hardcore Continuums.

Shackleton-Musik vermag die lebendigsten Rhythmus-Figuren durch das Raunen nur eines Synthesizers in eine Landschaft der Kontemplation zu verwandeln. Und das Echo-Fähnchen weht in der Einöde.

Der im nordenglischen Lancashire aufgewachsene Ex-Punk lebt längst in Berlin. Dort stellte er im Rahmen des Berlin Atonal-Festivals sein Projekt Power Plant vor. Die Ankündigung des Berlin Atonal-Festivals klang nach einem wundersam neuen Arrangement aus Maschinen und Musikern. Es wurde dann auch nicht schlecht. Vier Typen, trommelnd und an Köpfchen.

Das Set bestand aus lediglich 2 Stücken von jeweils einer halben Stunde Länge. Auch auf dem Berlin Atonal-Festival zeigte Shackleton dieses Gespür für die Lücke, für die Überraschung durch die zu lange Pause. Für die Luft zwischen den Instrumenten-Gruppen und für irritierende Harmonien. Leider wurde die im Laufe der Show zu oft übertönt durch Dichte. Dann schlugen sie alle gleichzeitig auf die Felle, und das für zu lange Zeit. Das klang dann nach Wille zur Überwältigung. Nach der Premiere im Kraftwerk Berlin wird Shackleton seine Power Plant-Show sicher noch weiterentwickeln.

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